Salmonellenmonitoring
  

Salmonellen-Risiko minimieren

Mit dem QS-Salmonellenmonitoring läßt sich das Risiko des Salmonelleneintrags beobachten. Die Zahl der infizierten oder kontaminierten Tiere kann so reduziert, mögliche Eintragsquellen auf den QS-Mastbetrieben können erkannt und beseitigt werden. QS verpflichtet zum Salmonellenmonitoring bei Schweinen und bei Geflügel.

Salmonellenmonitoring bei Mastschweinen

Die Beprobung auf Salmonellen erfolgt im Schlachtbetrieb (Fleischsaftproben) oder im Schweinemastbetrieb (Blutprobenentnahme durch den Tierarzt). Die Proben werden in QS-anerkannten Laboren auf das Vorhandensein von Salmonellenantikörpern untersucht. Die Ergebnisse werden in der zentralen QS-Salmonellendatenbank erfasst und ausgewertet.

Nach der Zahl der positiven Untersuchungsergebnisse wird die Einstufung des Schweinemastbetriebes in Salmonellenkategorien I (geringes Risiko), II (mittleres Risiko) oder III (hohes Risiko) vorgenommen.

Schweinemastbetriebe, die in die Kategorie III eingestuft wurden, sind verpflichtet, in Abstimmung mit dem Hoftierarzt, Salmonelleneintragsquellen zu identifizieren und gezielte Maßnahmen zur Salmonellenreduzierung im Betrieb vornehmen. Dazu zählen die Reinigung und Desinfektion leerer Stallabteile genauso wie eine regelmäßige Schädlingsbekämpfung.

Betriebe, die in Kategorie II eingestuft wurden, müssen die Hygiene in ihren Betrieben kritisch überprüfen und gegebenenfalls optimieren.

Zur Unterstützung der Tierärzte und Landwirte hat QS die Salmonellendatenbank um ein Beratungsmodul erweitert. Damit können Schweinemastbetriebe systematisch auf Schwachstellen untersucht, Maßnahmen festgelegt und die Entwicklung des Betriebes verfolgt werden.

Salmonellenmonitoring bei Geflügelfleisch

Die Beprobung auf Salmonellen erfolgt direkt in den geflügelhaltenden Betrieben. Die Küken- oder Jungtiere werden bei der Einstallung und kurz vor der Schlachtung auf Salmonellen untersucht. Wenn bei der Untersuchung Salmonellen nachgewiesen werden, ist der Geflügelhalter aufgefordert, geeignete Maßnahmen einzuleiten, um eine Salmonellenverbreitung im landwirtschaftlichen Betrieb zu vermeiden. Der Schlachtbetrieb wird vor der Ablieferung der Schlachttiere über die Untersuchungsergebnisse informiert und stellt sicher, dass durch spezifische Maßnahmen Kreuzkontaminationen im Schlachtprozess vermieden werden. Ebenfalls untersuchen Legehennenhalter die Tiere regelmäßig auf das Vorhandensein von Salmonellen, um einer möglichen Belastung der Eier rechtzeitig gegenzusteuern.


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